IDE’s, Visual Studio, C#
Jeder Entwickler hat ja normalerweise so seine Lieblingsumgebung mit der er arbeitet und ist, einmal eingearbeitet, nur schwer von Neuem zu überzeugen. Allerdings führen manchmal auch besondere Umstände zur Zwangsbeglückung. Als ich begann Microsoft’s XNA auszuprobieren, war C# und das Visual Studio in der jetzigen Form völliges Neuland für mich. Einzig die ECMA- und Java Ähnlichkeit von C# versprach Komfort für Umsteiger.
Jetzt, nach knapp 6 Monaten Entwicklungszeit (davon 3 Intensivmonate) und Selbststudium von C#, XNA und spezifischen Themen zu 3D-Gamedevelopment ist es Zeit für ein Resume.
Eines vorweg, in meinem ganzen Entwicklerleben ist mir nicht so eine komplette Entwicklungsumgebung wie das Visual Studio untergekommen. Das Menüdesign ist beispielhaft und die Anordnung aller relevanten Punkte als Hauptpunkte in der Standardinstallation ist eines der größten Pluspunkte. Was aber besonders heraussticht, ist die Code Completion Technologie IntelliSense. Von Java und Konsorten(Eclipse, JBuilder) ist man ja gewöhnt eine vernünftige AutoCompletion zur Verfügung zu haben, IntelliSense ist aber rein subjektiv das Kompletteste dieser Tools.
Eine persönliche Vorliebe habe ich auch für C# entwickelt. Die Programmiersprache ist sehr einfach zu erlernen, wer jemals JavaScript oder andere ECMA-Derivate erlernt hat wird es auch hier sehr leicht haben. Selbst für OOP-Neulinge ist es kein Problem zu programmieren. Das Frameworks ist in seinem Design beinahe dazu ausgelegt, sauberen funktionalen Code zu schreiben. Das vernünftige Codedesign eigener Projekte ist fabelhaft einfach zu realisieren und die IDE, sowie C# unterstützt einen permanent dabei.
Durch das oben bereits angesprochene Projekt kam ich in den Genuss das erste Mal in die Nähe des Themas Refactoring einzutauchen. Wie man bereits erahnen kann, ist auch hier in der kostenlosen! Express Edition zumindest für dateiübergreifende Umbenennen von Methoden und Extrahieren gesorgt.
Die konsequente OOP-Umsetzung des Frameworks macht aus einem selbst einen besseren Programmierer. So ist die Behandlung von Exceptions traumhaft einfach und die Erstellung von Getter/Setter Methoden über eigene Definitionen ist spitze. Das von C++ bekannte Überladen von Operatoren ist genauso möglich wie Definition von Ereignissen(Events).
Ich war begeistert von ActionScript 3.0 und dem Konzept dem es zu Grunde liegt, aber für mich persönlich wäre eine noch strengere Anpassung an Konzepte der klassischen Programmierung und vor allem strikteres Strong Typing nach dieser Erfahrung wünschenswert. So schnell wie die letzten Monate hab ich noch nie sauberen und vor allem funktionablen Sourcecode produziert.
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- Published:
- 16.07.07 / 8pm
- Category:
- General Development










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